Das Beinhaus
We must go on
on dancing
on the burning ruins
till we die
Virginia Woolf,
Diaries 1936 – 1941
Der unmittelbaren Fotografie ist als Vorbild die Malerei des Manierismus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zuzuordnen, als das Alltagsmoment in den Gemälden aufgenommen wird und im Vanitas-Motiv die Flüchtigkeit und die Vergänglichkeit dargestellt wird.
Der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit vollzieht sich durch die Erfindung der Räderwerkmechanik im 14. Jahrhundert.
Durch die Räderwerkmechanik erfolgt ein durchgreifender Wechsel in der Bedeutung von Zeit im Leben, da Arbeit durch das Einsetzen von Maschinen nicht mehr am Produkt, sondern an der Zeit zu seiner Fertigung bestimmt ist.
Weil wegen der dadurch entstehenden Arbeitsteilung die Zeit nun erstmals gemessen werden musste.
Es entsteht, ganz allmählich, in der Gesellschaft und in Kunst und Kultur
ein Bewusstsein für Zeit und ihrer Vergänglichkeit, die Bedeutung des Augenblicks, der Flüchtigkeit des Lebens: Vanitas.
Vanitas-Symbole in der Kunst des Manierismus sollten an die Vergänglichkeit des Lebens und der irdischen Güter erinnern, den leeren Schein, die Eitelkeit im Sinn von Nichtigkeit weltlicher Güter.





